Masken schützen alle. Auch selbst gemachte. Deshalb:

#maskeauf

Die Idee: Wenn alle Menschen im öffentlichen Raum Atemschutzmasken tragen, kann die Ausbreitung von SARS-CoV-2 verlangsamt werden.

Weil die medizinischen Masken in die Medizin gehören, basteln wir sie uns selbst.

Damit schützen wir alle.

3 einfache Regeln, wie du die Welt vor dem Virus retten kannst:

1. Ich bleibe zu Hause.

2. Ich wasche meine Hände und halte Abstand.

3. Wenn ich draußen bin, verhalte ich mich auch ohne Symptome so, als ob ich infiziert wäre. Sobald ich Menschen begegnen könnte, heißt es also: #maskeauf

Und diese Masken kannst du selbst basteln: aus T-Shirts, Kissenbezügen, Küchenhandtüchern, Küchenrolle und vielen anderen Materialien. Das wird der sinnvollste Modetrend aller Zeiten. Und wie geht das?

Hier findest du direkt die Anleitungen für deine Maske.

Hier bekommst du mehr Infos, warum Masken jetzt so wichtig sind.

Warum #maskeauf ?

Das Infektionsrisiko kann erheblich verringert werden, wenn wir alle eine Maske tragen. Der Coronavirus wird von . . .

Warum #maskeauf so viel bringt ?

Masken schützen vor allem die anderen vor dir. Wenn also alle eine Maske tragen, sind alle besser geschützt. Mehrere Studien belegen, dass sogar . . . 

#maskeauf funktioniert nur, wenn du dich an diese Regeln hältst:

Am allerwichtigsten: Tragen der DIY-Maske ersetzt nicht Hände waschen, daheim bleiben und Abstand halten. DIY-Maske nur kurz einmal tragen, danach bei mindestens 60 Grad waschen oder 5 Minuten auskochen. Maske beim Tragen nicht berühren. Wenn du rausgehst, darfst du . . .

Wenn wir jetzt alle Masken tragen, hat dann das medizinische Personal noch genug Masken?

Ja, denn wir basteln unsere Masken selbst! Und so geht´s:

Anleitungen:

Prof. Christian Drosten hat am 21.03.2020 getwittert: “Selbst in Hongkong sind Gesichtsmasken knapp. Anleitung zum Selbstbau.”

Ein Projekt der Universität Hong Kong – Shenzhen Hospital entwickelte diese Anleitung. Diese selbst gemachten Masken erreichen 90 Prozent der Filterfunktion von OP-Masken. Quelle

Es gibt noch viele weitere Möglichkeiten

Hier siehst du eine Übersicht über die möglichen Materialien, die in einer Studie der Universität Cambridge getestet wurden:

Viele Materialien können schützen. Eine Übersicht findest du hier.

Die Studie der Universität Cambridge empfiehlt aus Gründen der Dichtheit und Praktikabilität eher die DIY-Lösungen mit Stoff wie T-Shirts oder Kissenbezügen. Aber vielleicht findest du besonders schlaue Lösungen für die festeren Materialien?

Alle Masken müssen nach einmaligem Gebrauch bei 60 Grad gewaschen werden! Die Staubsaugerbeutel müssen entsorgt werden. Nachdem du die Maske abgenommen hast, wasche dir erneut die Hände. Wenn ihr nähen könnt, näht euch eine Maske.

Aber natürlich gibt es einfachere Alternativen, falls ihr keine Möglichkeit dazu habt. Auch wichtig vor dem Basteln: immer Hände waschen!

1. Kochfeste Baumwoll-Maske selber nähen

Hier findest du eine Nähanleitung, wie du dir aus kochfestem Baumwollstoff selber eine Maske nähen kannst.

Hier gibt es ein Video zu dieser Nähanleitung mit Anna von #einfachnähen:

Hier seht ihr ein Video, in dem die Leiterin des thailändischen Gesundheitsamtes Panpimon Wipulakorn zeigt, wie ihr eine Maske selbst nähen könnt – ohne Nähmaschine:

Es gibt viele weitere Videos zum Nähen eines Mundschutzes:

Hier und hier und hier und hier und hier. Einfach schauen, was dir hilft!

2. T-Shirt oder Kissenbezug

Du kannst dir auch ein T-Shirt oder Kissenbezug über Mund und Nase binden und sie verknoten. Mit einer Wäsche- oder Haarklammer oder einem Gummiband fixieren klappt auch. Da der Stoff aber sehr schnell feucht wird, ziehe die Maske nur hoch ins Gesicht, bevor du ein Geschäft betrittst und nimm sie danach wieder ab, wenn du keinem Menschen im näheren Kontakt mehr begegnest.

Der Jan Stremmel von Galileo (PRO7) hat einen einfachen, cleveren Weg gefunden, wie du ein T-Shirt ratzfatz in eine Maske verwandelst.

3. Geschirrtuch

Falte das Geschirrtuch zu einem Dreieck und binde es dir wie ein Cowboy über Mund und Nase. Du kannst es auch falten und wie in dieser Anleitung benutzen und dir mithilfe von Gummibändern oder ein paar wenigen Nadelstichen eine tolle Maske zaubern. Auch hier gilt: #maskeauf, bevor du ein Geschäft betrittst.

4. Schal

Binde dir einen Schal oder eine Ski-Maske über Mund und Nase. Beachte allerdings: Dieser Schutz ist nicht so groß wie bei den anderen selbst gemachten Masken. Wenn der Stoff feucht ist, unbedingt wechseln und waschen. Am besten wäschst du den Stoff sowieso jedes Mal nach dem Tragen bei 60 Grad. Sicher ist sicher!

5. Staubsaugerbeutel

Der Staubsaugerbeutel schneidet im Labor gut ab. Er ist aber natürlich nicht sehr atmungsaktiv, und du musst ja auch noch genug Luft bekommen. Du kannst so eine Maske wahrscheinlich nur für einen sehr kurzen Zeitraum tragen. Hier findest du eine Anleitung, wie du aus einem Staubsaugerbeutel und einer Dose eine Maske bauen kannst.

Staubsauger-Maske ohne Nähen?

Vielleicht findest du auch eine Möglichkeit, einen Staubsaugerbeutel als Maske zu benutzen, falls du keine Nähmaschine oder Nähkünste besitzt. Schneide zum Beispiel die Ecken aus und befestige Gummibänder oder Schnüre daran, mit denen du die selbst gemachte Maske fixieren kannst. Schick uns deine Anleitung, wenn es funktioniert!

ACHTUNG: Alle hier vorgestellten Masken entsprechen nicht dem genormten Mund-Nasen-Schutz und dienen nur als Hilfsmittel und Zwischenlösung. Schickt uns Bilder von euren selbst gemachten Masken! Hier gibt es eine tolle Anleitung, wie man OP-Masken grundsätzlich richtig anzieht, die auch für selbst gebastelte Masken hilfreich sein kann:

Wichtiges zum Tragen einer Maske

Eine Maske nur kurz tragen und nie öfter verwenden!

Maske anziehen

1. Wasche deine Hände vorher mindestens 20 Sekunden gründlich mit Seife.

2. Nimm die Maske an den elastischen Schlaufen und lege sie über das jeweilige Ohr oder knote die Bänder am Hinterkopf zusammen.

3. Wenn du über eine Maske mit Nasensteg oder anpassbarem Metalldraht verfügst, drücke diesen an der Nase an.

4. Um die anderen zu schützen, ist es wichtig, dass Mund und Nase bedeckt sind, damit du beim Husten, Niesen oder Sprechen niemanden ansteckst.

5. Je besser die Maske an ihren Rändern an deinem Gesicht anliegt, desto besser bist du selbst geschützt.

6. Halte trotzdem mindestens 1,5 Meter Abstand zu anderen Personen.

Maske abnehmen

1. Wasch deine Hände vorher gründlich 20 Sekunden mit Seife.

2. Nimm die Maske sehr vorsichtig ab, denn an ihr könnten sich Viren befinden. Fasse dir jetzt nach dem Abnehmen der Maske auf keinen Fall ins Gesicht! Maske sofort entsorgen, am besten in einen Mülleimer mit Deckel; die Stoffmasken in einen eigenen Wäschebeutel oder in eine Plastiktüte legen. Du bist dafür verantwortlich, dass keine anderen Personen mit deinen getragenen Masken in Berührung kommen und so gefährdet werden. Wasch dir danach sofort wieder deine Hände 20 Sekunden gründlich mit Seife.

3. Alle Masken aus Stoff müssen nach einmaligem Gebrauch bei mindestens 60 Grad gewaschen oder in heißem Wasser ausgekocht werden! Die Staubsaugerbeutel müssen entsorgt werden.

4. Wenn du mal einem Huster oder Nieser doch nicht rechtzeitig ausweichen konntest, solltest du die Maske sofort wechseln und das Gesicht mit Seife waschen. Hier besonders wichtig: Vorher Hände waschen mit Seife!

Wann soll ich die Maske tragen?

Prof. Christian Drosten, Virologe an der Charité Berlin: „Man denkt immer, man schützt sich selbst mit der Maske. In Wirklichkeit schützt man aber andere.” Quelle: NDR Podcast

1. Wenn du Leuten begegnen könntest, die näher als zwei Meter an dich herankommen, also zum Beispiel beim Einkaufen, auf der Straße oder in der Apotheke. Also eigentlich immer. Halte trotzdem Sicherheitsabstand!

2. Selbst wenn du alleine im Wald spazieren gehst und kaum Menschen triffst, also eigentlich keine Maske bräuchtest: Du bist Vorbild und motivierst andere, die jetzt noch komisch gucken. Wenn du eine Maske aus Stoff hast, setze sie lieber ab, bevor sie vom Atem durchfeuchtet ist. Nur trockene Masken schützen!

3. In manchen Regionen der Welt, zum Beispiel in Japan und anderen asiatischen Ländern, ist die Maske so selbstverständlich, als Geste der Umsicht und Höflichkeit, dass Menschen ohne Maske schief angeschaut werden, nicht mit. Lass uns das hier auch erreichen.

4. Die Regierung von Thailand empfiehlt ihren BürgerInnen immer selbst gebastelte Masken zu tragen, in Tschechien besteht in der Öffentlichkeit sogar Maskenpflicht.

FAQ

Häufig gestellte Fragen

  1. Sie schützen den Träger nicht vor Ansteckung.
  2. Es herrscht ein Mangel an medizinischen Masken, weil viele Menschen in der letzten Zeit welche gekauft haben. Auch damit das medizinische Personal genug hat, haben Behörden davon abgeraten, sie zu tragen.
  3. In unserer Kultur sind wir diese Masken in der Öffentlichkeit, anders als zum Beispiel in Japan, nicht gewöhnt. Aber das könnte man ändern, oder?

Momentan sind viele Menschen verunsichert und haben Angst vor dem Coronavirus. Und in Deutschland sind wir solche Masken kaum gewöhnt. Hab also Verständnis für anfängliche Reaktionen. Und erkläre am besten ganz freundlich, warum genau du die Maske trägst: weil sie schützt. Und zwar nicht dich. Sondern die anderen vor dir. Eine Geste der Solidarität und Vorsicht. Das wird jeder verstehen.

Das Robert Koch-Institut empfiehlt momentan vor allem Menschen mit Atemwegserkrankungen das Tragen einer mit professioneller Hilfe angepassten Maske. Alle anderen warnt das Robert Koch-Institut;  “Nach Angaben der WHO kann das Tragen einer Maske in Situationen, in denen dies nicht empfohlen ist, ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen. Das kann dazu führen, dass zentrale Hygienemaßnahmen wie eine gute Händehygiene vernachlässigt werden.”
Denkt also bitte an die Hygieneregeln, auch wenn ihr eine Maske tragt!

Laut Robert Koch-Institut gibt es “keine hinreichenden Belege dafür, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes das Risiko einer Ansteckung für eine gesunde Person, die ihn trägt, verringert.” Es geht aber auch nicht um dich, wenn du eine Maske trägst. Sondern darum, alle anderen vor dir zu schützen, falls du schon ansteckend bist. Dazu muss man keinerlei Symptome haben.

Es geht nicht um dich, wenn du eine Maske trägst. Sondern darum, alle anderen vor dir zu schützen, falls du schon ansteckend bist. Dazu muss man keinerlei Symptome haben.

Wir sind keine ExpertInnen und keine ÄrztInnen. Nur so viel: Durch Tröpfcheninfektion von infizierten Menschen. Halte also immer Abstand, wasch dir die Hände und bleibe nach Möglichkeit zu Hause.
Wichtige Informationen findest Du beim Robert Koch-Institut unter https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV_node.html und https://www.infektionsschutz.de

Wir sind keine ExpertInnen und keine Ärztinnen. Nur so viel: Das Coronavirus wird durch Tröpfcheninfektion von infizierten Menschen übertragen. Halte also immer Abstand, wasch dir die Hände, fasse dir möglichst nicht ins Gesicht und bleibe nach Möglichkeit zu Hause.
Wichtige Informationen findest du beim Robert Koch-Institut unter https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Steckbrief.html#doc13776792bodyText1

Grundsätzlich funktionieren viele Materialien als Maske: Stoff von T-Shirts oder Kissenbezügen, Küchenhandtücher und Küchenpapier, Staubsaugerbeutel.

Hier findest du eine gute Übersicht zu den Fragen: Welche Materialien halten den Virus am besten weg? Was ist praktikabel? Was nutze ich also für eine Maske – basierend auf einer Cambridge-Studie? Achtung, Spoiler: T-Shirt und Kissenbezug gewinnen. 

https://smartairfilters.com/en/blog/best-materials-make-diy-face-mask-virus/

Momentan gibt es quasi keine medizinischen Atemschutzmasken frei zu kaufen. Sie sind sehr knapp, da viele Menschen in den letzten Wochen die Bestände leergekauft haben. Was jetzt an Nachschub kommt, bleibt vorerst den medizinischen Einrichtungen vorbehalten. Doch die Produktion läuft hierzulande an, die Importe steigen. Schon bald werden wir wahrscheinlich genug Masken für alle haben. Bis dahin gilt es, selbst welche zu basteln, die fast genauso gut funktionieren.

Quelle Universität Cambridge

UnterstützerInnen:

Charlotte Roche

Jo
Schück

Lena
Gerecke

Lena Meyer-Landrut

Jan
Köppen

Oliver
Polak

Stefan
Gödde

Daniel Aminati

Carolin Kebekus

Laura Karasek

Samira El Ouassil

Jan Stremmel

Antje Tiefenthal

Jeannine Michaelsen

Oğuz
Yılmaz

Rezo

Tobias Mücksch

Friedemann Karig

Thilo Mischke

Cem Özdemir

Joko Winterscheidt

Perica
Stojnić

Katrin
Weiden

Joy
Denalane

Claire Oelkers

Ines
Anioli

burningparrot UG

Christiane Stenger

Sascha Lobo

Nila

Jan Böhmermann

Julia
Gerecke

Stephan Phin Spielhoff

Max
Herre

Mario
Sixtus

Ariane
Alter

Cro

Anne Will

Tommi Schmitt

Tommi Schmitt

und DU!

Teile das Bild mit deiner Maske mit dem Hashtag: #maskeauf

Wer wir sind

Christiane Stenger, Friedemann Karig, Jan Stremmel, Samira El Ouassil, Christian Hundertmark (Grafik), Peri Stojnić (Homepage), Tobias Mücksch (IT-Infrastruktur) Kwami Tendar (Schnitt), Johannes Hutner (Schnitt), Linda Seiss (Übersetzung), Katrin Weiden (Lektorat) und Mariann Köhler (Grafik), Niklaus Hofer , Uber Eck (Grafik), Sebastian Struch (Grafik)

Kontakt

Studien und Artikel zum Weiterlesen:

Wie wichtig Masken gegen das Coronavirus sind, könnt ihr hier und hier und hier und hier und hier und hier lesen.